Netbook
Sie waren zwischen Oktober 2007 und April 2010 die Hoffnungsträger vieler Computer Hersteller, die Netbook.
Damals war es mit Innovationen nicht gerade weit her, als Asus in Asien im Oktober 2007 das EEE PC auf den Markt brachte. Mini-Notebooks gab es schon länger, allerdings nicht mit diesem Leistungsumfang.
900MHz Celeron Prozessor und vor allem die 4GB SSD holten mehr aus der kleinen Kiste mit Ihrem 7″ Display heraus als man sich bis zu diesem Zeitpunkt vorstellen konnte.
Die Geräte waren teilweise schon ausverkauft bevor sie überhaupt im Regal standen. Die Liefersituation war zu Anfang katastrophal.
Nach weniger als einem Jahr kam bereits das 10″ 1000H Modell mit 160GB Harddisk, 1GB RAM, Webcam und allen wichtigen Anschlüssen auf den Markt. Die Modelle waren auch bereits mit Windows XP ausgerüstet.
Seither ist viel Zeit vergangen und die Riesenabsätze wurden durch den Markteintritt des iPad im April 2010 auf einen Schlag gebremst.
Netbooks haben ihren namen, da sie darauf ausgelegt sind unterwegs auf das Net zugreifen zu können. Eine portable Surfstation also. Genau dieses Bedürfnis befriedigte Apple mit seinem iPad jedoch noch eine Spur eleganter und vor allem anwenderfreundlicher.
Die Mitbewerber von Apple wurden von dessen Tablets derart überrumpelt, dass Apple lange Zeit auf weiter Fluie Ner stand und sich einen gehörigen Vorsprung herausarbeiten konnte.
Erst jetzt kann man sagen, habe auch alle ernsthaften Mitbewerber konkurrenzfähige Tablets im Angebot.
Die Netbooks haben jedoch auch heute nicht ausgedient. Da sie jedoch nur einen bestimmten Arbeitsbereich abdecken können und wollen, entwickeln sie sich nur ganz langsam und die Modellvielfalt ist stark zurück gegangen. Dell und Samsung haben sogar bereits kommuniziert, völlig aus dem Netbook Bereich auszusteigen. Der Grund dafür ist einfach, die Netbooks werden nicht mehr nur von Tablets konkurriert, sondern müssen sich nun auch den UltraBooks stellen, gegen welche sie technisch keine Chance haben.
Im Moment können sich Netbooks aber durchaus noch halten. Inzwischen gibt es taugliche Modelle Bereits ab 199.-, manchmal gibt es sie sogar kostenlos zu einem Notebook oder PC dazu. Ihr Höchstpreis liegt ungefähr bei etwa Fr. 500.-, somit sind sie zwar schon im Bereich von günstigen 15″ Einsteigernotebooks aber eben doch noch etwa 600.- bis 700.- von den neuen Ultrabooks entfernt wenn Mobilität gefragt ist.
Wer also eine günstige Möglichkeit sucht, z.B. Unterwegs oder in den Ferien aufs Internet zuzugreifen, E-Mails zu schreiben oder auch mal einen längeren Brief, ohne auf die gewohnte Windows Umgebung zu verzichten, der liegt bei den Netbooks nach wie vor richtig. Die etwas teureren Modelle spielen auch HD Videos ohne Probleme ab und selbst das ein oder andere Game lassen sich damit spielen.
Netbooks, nicht mehr taufrisch aber noch längst nicht beim alten Eisen.
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